Travel Impressions: Los Angeles

Weil ich es super interessant und hilfreich finde auf anderen Blogs Travel Guides zu lesen und ich so schon selbst wahnsinnig tolle Urlaubstipps entdeckt habe, möchte ich gerne meine Urlaubserlebnisse mit euch teilen. Da ich es auch immer noch nicht geschafft habe, ein Fotoalbum unserer Kalifornien-Reise zu erstellen, einfach weil es viel zu viele Fotos sind, fange ich einfach mal mit Los Angeles an und kann so auch ein paar Urlaubserinnerungen festhalten.

Während unseres Roadtrips im Mai/Juni 2018 hat mir Los Angeles am wenigsten gefallen, wahrscheinlich aus dem Grund, weil man zum Beispiel von Downtown bis nach Venice circa eine Stunde mit dem Auto gebraucht hat. Es herrscht einfach unheimlich viel Verkehr und man steht ständig im Stau. Allerdings war es auch das letzte Ziel unserer Reise, sodass wir schon einiges gesehen hatten und erschöpft waren. Rückblickend hat mir die Stadt wahnsinnig gut gefallen, einfach weil sie so viele verschiedene Gesichter hat.

Hotel und Downtown L.A.

Wir waren im Ace Hotel in Downtown Los Angeles. Es gehört sicherlich zu den höherpreisigen Hotels, aber als wir da waren, gab es ein Angebot (ich glaube 20% auf den Normalpreis), sodass wir viel gespart haben. Ich fand es mega cool dort, die Einrichtung und die inspirierenden Menschen. Im unserem Aufzug befand sich wohl irgendein bekannter Schauspieler, den ich natürlich nicht kannte. Das Hotel befindet sich direkt am Broadway in einer alten Kirche und hat eine Dachterrasse mit einem mega Ausblick. Leider haben wir es nicht mehr in den Pool geschafft, aber dafür hatte ich dort das beste alkoholische Getränk meines Lebens (Gin Tonic mit Kamille und Lavendel).

In Downtown sind wir ehrlich gesagt nicht viel rumgelaufen, weshalb ich nächstes Mal eventuell ein Hotel in einer anderen Umgebung bevorzugen würde, um auch die Staus zu vermeiden. Die Kontraste in Downtown L.A. sind einfach super extrem. Einerseits der alte Broadway mit dem Ace Hotel und einigen schicken sowie hippen Geschäften wie Acne, A.P.C. und Urban Outfitters und dementsprechend modische Menschen. Andererseits extrem viele Obdachlose, wovon ich vorher gar nicht so viel gehört hatte, aber es ist einfach wahnsinnig traurig. Ganz in der Nähe befindet sich nämlich Skid Row, ein Stadtteil bekannt für seine große Population an Obdachlosen. Ich habe mir nach unserem Urlaub interessehalber die Gegend um unser Hotel auf Google Earth angeschaut. Beim Ranzoomen sah man Unmengen an Zelten auf den Straßen. Wir selbst sind mit dem Auto auch einmal an einem brennenden Einkaufswagen vorbeigefahren. Die Kontraste sind einfach super extrem und irgendwie ist es total unangenehm und surreal wie sich Arm und Reich auf so engem Raum gegenüberstehen.

Essen

Das beste Essen hatten wir im Best Girl, welches sich im/neben dem Hotel befindet. Wir hatten einen super letzten Abend auf unserer Reise dort. Mein Freund hatte ein Steak und ich ganz simpel einen Salat mit Kartoffeln, aber die Kartoffeln waren die besten Kartoffeln meines Lebens. Einfache Dinge gut gemacht machen mich beim Essen eben oft am glücklichsten. Der Nachtisch waren verschiedenste knusprige und cremige Leckereien aus Kokosnuss. Traumhaft lecker!

Gefallen hat mir auch The Butcher’s Daughter in Venice auf dem Abbot Kinney Blvd. Hier wollte ich unbedingt hin, schon allein weil ich den Namen total kreativ finde. Leider waren wir genau zwischen Mittagessen und Abendzeit da, sodass es nur ein eingeschränktes Angebot gab. Mein Freund hatte eine Pizza mit Feigenaufstrich, ich eine fancy Gemüseplatte mit rohem Gemüse. Lecker war es auf jeden Fall und super schön eingerichtet. Hier wäre ich gerne einmal Frühstücken gegangen und hätte einen Saft oder Smoothie getrunken.

Neben The Butcher’s Daughter gibt es eine tolles Geschäft namens Boca de Agua, welches Eis am Stiel in den verschiedensten Geschmacksrichtungen verkauft. Avocado hätte mich mega interessiert, war aber leider gerade ausverkauft, weshalb wir uns die Sorte Oreo geteilt haben. Super lecker!

Ansonsten waren wir wie auch häufig in anderen Städten in Kalifornien immer mal wieder bei Whole Foods. In diesem riesigen Supermarkt gibt es einfach alles für Menschen, die sich gesund ernähren wollen. Es ist nicht nur ein Supermarkt, sondern auch ein (Mitnahme-)Restaurant. Wie an einem Buffet, kann man sich verschiedenste Gerichte zusammenpacken oder frisch zubereiten lassen.

Griffith Observatory, Hollywood Sign und Runyon Canyon Park

Mein Traum war es einmal im Leben das Griffith Observatory von außen zu sehen. Die Aussicht hat sich gelohnt. Gerne hätte ich es auch noch bei Nacht erlebt mit den ganzen Lichtern über der Stadt, aber wir wollten nicht im Dunkeln unterwegs sein. Vom Griffith Observatory sind wir Richtung Hollywood Sign gewandert. Es war super heiß in der Mittagssonne, sodass wir nicht ganz so nah ran gewandert sind. Mir war das Recht so. Im Endeffekt ist es nur ein Schild und wir wollten noch andere Dinge sehen. Einen guten Ausblick auf das Hollywood Sign, die Stadt und tolle Häuser (vorvorletztes Foto) hat man auch vom Runyon Canyon Park, in dem wohl viele Prominente Sport machen. Dort sind wir auch noch hingefahren.

Walk of Fame, Santa Monica Pier, Venice Beach

Mein Freund, der schon einen Kalifornien-Roadtrip hinter sich hatte, hatte mich vorgewarnt, dass ich am Walk of Fame nichts Besonderes erwarten soll. Ich habe ihn überreden können trotzdem einmal hinzufahren, weil ich es als obligatorisch für einen Los Angeles-Aufenthalt hielt. Wir sind kurz ausgestiegen und haben uns umgeschaut. Mein Freund hatte aber Recht. Ich hatte es mir anders vorgestellt. Aber nun habe ich es einmal gesehen und kann mitreden. Ebenso hatte ich mir den Santa Monica Monica Pier und Venice Beach anders vorgestellt. Es sind ganz klar typische Touristenattraktionen und dementsprechend sind die Menschen dort. In der Nähe des Santa Monica Piers bin ich jedoch noch ins Meer gesprungen, weil wir auf unserer Reise kein einziges Mal im Pazifik waren. Das wollte ich unbedingt noch nachholen.

Shopping

Wir hatten nicht viel Zeit zum Shoppen im Urlaub eingeplant, weil wir lieber andere Dinge erleben wollten. Ein paar Läden standen trotzdem auf meiner Must-See-Liste. Aufgrund der Stau-Problematik macht es auf jeden Fall Sinn, sich für verschiedene Tage verschiedene Sightseeing- und Shopping-Bezirke vorzunehmen. Zudem muss man beachten, dass viele Geschäfte abends nicht so lange geöffnet haben wie in Deutschland. Das Parken fand ich übrigens relativ günstig und einfach. Wahrscheinlich weil auch die Einheimischen immer das Auto benutzen.

Eigentlich verwende ich ja seit einigen Jahren nur Naturkosmetik, aber ich wollte unbedingt zu Glossier, da ich die Marke als ich noch jünger war im Internet entdeckt habe und den Blog der Gründerin jahrelang verfolgt habe. Der Laden bei der Melrose Ave ist super cool und mit den Produkten, die ich gekauft habe, bin ich auch mega zufrieden. Im Laden gibt es einen kleinen Raum, der dem Antelope Canyon nachempfunden ist, den ich so gerne mal sehen würde. Das gefiel auch den Männern, die von ihren Freundinnen in den Laden geschleppt wurden. Auf der Melrose Ave gibt es super viele moderne Geschäfte. Wenn wir viel Zeit gehabt hätten, hätte ich dort sicher den ganzen Tag verbringen können.

Ein Instagram Account, den ich liebe, ist der vom General Store in Venice auf dem Lincoln Blvd. Er war so schön wie vorgestellt. Gekauft habe ich allerdings nur ein Mitbringsel für meine Mama, weil ich keine Kleidung anprobieren wollte, weil wir vorher im Meer schwimmen waren. Aber es war super inspirierend und ich fand es toll, an einem Ort so weit weg von zuhause zu sein, den man normalerweise immer nur auf Instagram sieht. Der Laden liegt an einer vielbefahrenen Hauptstraße. Schön bummeln in Venice kann man dagegen auf dem Abbot Kinney Blvd. Die Straße gefiel mir vom Flair und der Atmosphäre auch besser als die Melrose Ave.

Angeschaut haben wir uns auch den Rodeo Drive in Beverly Hills. Dort gibt es super luxuriöse Geschäfte, aber auch normale High Street Marken. Ich hatte ja gehofft, irgendeinen Prominenten zu sehen, aber da ich diese sowieso nie erkenne, wenn sie mir über den Weg laufen, hat das nicht geklappt.

Mehr Zeit hätte ich auch gerne in Silver Lake auf der N. Vermont Ave verbracht. Dort fand ich das Geschäft Bell Jar super schön. Auf dem Glendale Blvd waren wir bei Individual Medley.

Wandkunst

Wenn man Urlaubsfotos aus Los Angeles sieht, fallen einem oft die bunten Wände und Motive auf. Ich wollte kein typisches Flügel-Foto oder ein Foto vor der Pink-Wall, die einfach nur eine pinke Wand ist. Im Vorfeld habe ich jedoch ein paar andere schöne Wände gefunden, die sich immer in Gegenden befanden, in denen wir sowieso unterwegs waren. Das war einmal die Schmetterlingswand an der Kreuzung Melrose Pl und N La Cienega Blvd und die Lovewall beim Abbot Kinney Blvd. Überall in der Stadt verteilt gab es aber tolle Kunst an den Wänden zu sehen.

Tagesüberblick:

Anbei noch ein kurzer Überblick, wie unsere Tage aufgeteilt waren. Es war einfach viel zu kurz und unser Zeitplan war super vollgequetscht, da ich so viel sehen wollte. Falls wir noch einmal hinfliegen, haben wir die typischen Touristen-Dinge schon erledigt, sodass wir wahrscheinlich ganz andere Dinge machen würden. Mir hat es aber auch gut gefallen, mit dem Auto durch die verschiedenen Gegenden zu fahren und Eindrücke zu sammeln.

Tag 1: Ankommen und abends im Hotel Cocktails trinken.

Tag 2: Walk of Fame, Glossier an der Melrose Avenue, dort ein bisschen geschlendert und Fotos vor der Schmetterlingswand, danach nach Beverly Hills zum Rodeo Drive, Essen in Venice bei The Butcher’s Daughter mit anschließendem Eis und Foto vor der Lovewall.

Tag 3: Griffith Observatory, dort viel rumgelaufen, um einen besseren Blick auf das Hollywood Sign zu bekommen, Richtung Silver Lake gefahren und in der N Vermont Ave Geschäfte angeschaut, mit dem Auto weiter zu Individual Medley, danach zum Runyon Canyon den Ausblick auf die Stadt noch einmal genießen,  gegen Nachmittag zum Santa Monica Peer, dort am Strand schwimmen gegangen, danach noch schnell einen Abstecher in den General Store, abends das tolle Abendessen im Best Girl.

Tag 4: Packen und zum Flughafen nach Hause.

Wart ihr auch schon einmal in Los Angeles oder möchtet ihr irgendwann dorthin fliegen?

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